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Faszientraining

Faszientraining für mehr Beweglichkeit

Faszientraining mit der Faszienrolle Auch wenn das Faszientraining mittlerweile zum Standardprogramm vieler Fitnessstudios und des Vereinssports gehört, so beschränkt sich in vielen Kursen das Training der Faszien meist auf die Selbstmassage mit der Faszienrolle und dem Faszienball. Dabei ist die Selbstmassage jedoch nur ein Bestandteil eines umfassenden Faszientrainings. Praktisch bedeutet das: Die Pflege der Faszien beinhaltet viele weitere Trainingsmöglichkeiten. Dazu gehören Yoga, Pilates, dynamisches Dehnen, Lauf- und Sprungübungen sowie alle Übungen mit federnden (Seilspringen), schwingenden (Tanzen) und wippenden Bewegungen.

Was sind Faszien

Als Faszien bezeichnet man das helle faserige und zugleich elastische Bindegewebe, aus dem unsere Sehnen und Bänder bestehen und das Knochen, Muskeln und Organe umhüllt. Vom Aussehen her ist es mit einer milchigen, leicht transparenten Haut vergleichbar. Es besteht hauptsächlich aus Kollagen, Elastin und Wasser. Das Fasziengewebe durchzieht den gesamten Körper und bildet ein Netzwerk, das verbindende, stützende und weiterleitende Funktionen hat. So hält es unter anderem Organe an ihrem Platz, verleiht uns Körperspannung, aber auch Beweglichkeit. In Form von Sehnen und Bändern übertragen Faszien Muskelkräfte auf Knochen und Gelenke.

Faszien brauchen Bewegung

Da das Fasziengewebe den gesamten Körper durchzieht und zugleich Organe, Knochen, Muskeln, Sehnen und Bänder umhüllt, bildet es übereinanderliegende gleitende Schichten. Damit diese Schichten gleitfähig und die Faszien stabil und elastisch bleiben, benötigen sie Bewegung. Fehlt die Bewegung, verkleben die einzelnen Schichten, ebenso wird das Fasziengewebe unelastisch und spröde. Dies hat dann wiederum Einfluss auf unsere Beweglichkeit. Sie nimmt ab, zugleich steigt unsere Verletzungsanfälligkeit. Ein gezieltes Faszientraining kann uns somit auch vor Verspannungen, Muskelverletzungen und Schmerzen schützen.

Übungen für das Fasziengewebe und die Beweglichkeit

Insbesondere Übungen, die unseren gesamten Körper bewegen und gleichzeitig federnde oder rotierende Anteile beinhalten, wirken sich sehr positiv auf Muskeln und Faszien aus. Somit kann - neben den in der Einleitung bereits genannten Sportarten und Übungen - zum Beispiel auch eine klassische Gymnastik das Fasziengewebe trainieren.
Weiterhin trifft das für Übungen zu, die viele Muskeln gleichzeitig mobilisieren und dehnen. Somit finden Sie einige Übungen und Übungsbestandteile aus Mobilisation und Dehnung auch im Faszientraining wieder. Einige Beispiele zeigt das folgende Video.

weitere Übungsbeispiele

Rumpfrotation im Stand

Rumpfrotation im StandIm hüftbreiten Stand strecken Sie die Arme V-förmig über den Kopf nach oben und drehen die Handflächen zueinander. Dann kreuzen Sie das linke Bein vor dem rechten Bein und drehen den Oberkörper über das Becken zur linken Seite. Am Endpunkt der Rotationsposition intensiveiern Sie die Drehung, indem Sie linksseitig 5- bis 6-mal nachschwingen. Anschließend begeben Sie sich zurück in die Ausgangsposition, überkreuzen das rechte Bein vor dem linken und drehen den Oberkörper nach rechts. Am Endpunkt wieder nachschwingen.

Federnde Seitneigung

Federnde SeitneigungIm schulterbreiten Stand strecken Sie die Arme über den Kopf nach oben und drehen die Handflächen zueinander. Dann neigen Sie den Oberkörper über die Seite nach rechts. In der Endposition ferdern Sie den Oberkörper mit Hilfe der gestreckten Arme für 5 bis 10 Sekunden in die gebeugte Seite. Anschließend wechseln Sie zur linken Seite.

Ausfallschritt mit Rumpf-Arm-Streckung

Rumpfrotation im StandMit einem großen Ausfallschritt nach vorn beugen Sie das rechte Bein um 90 Grad. das hintere linke Bein ist gestreckt, Sie drehen die Fußspitze nach links außen. Dann stützen Sie sich mit dem rechten Arm auf dem rechten Oberschenkel ab, strecken den linken Arm über den Kopf nach oben und drehen gleichzeitig den Oberkörper linksseitig auf. Sie drehen den Kopf und blicken zur Hand. Nun begiSnnen Sie, den gestreckten Arm nach vorn und unten zu federn. Führen Sie die Bewegung für 5 bis 10 Sekunden aus. Anschließend richten Sie sich auf und wiederholen die Übung rechtsseitig.